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26.02.2010 14:19 Uhr
von asfoeld 
Beiträge: 97 (0,00 %)
Themensteller
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Die Linken aus dem Bundestag geschmissen!
Nachdem Christine Buchholz (Die Linke) im Deutschen Bundestag ihren Redebeitrag zum Thema Afghanistan beendete, hielten sämtliche Abgeordnete der Linkspartei Plakate mit den Namen der Opfer des Kunsduz-Anschlages nach oben. Die gesammte Fraktion wurde daraufhin von der weiteren Sitzung ausgeschlossen.
http://www.welt.de/news/article6572781/Eklat-in-Afghanistan-Debatte-Linke-muss-Saal-verlassen.html
Über die Richtigkeit dieses Ausschlusses kann es wohl nicht im Ernst zwei Meinungen geben, dieser war absolut richtig. Zufällig habe ich aber auch die Rede von Frau Buchholz gehört und mich schrecklich darüber aufgeregt.
Sie erzählte von ihrem Besuch in Afghanistan und dass sie sich mit Familienangehörigen der Opfer dieser Anschläge unterhalten habe.
Diese wenigen Einzelschicksale, die traurig und in höchstem Maße bedauernswert sind, nimmt sie zum Anlass (und mit ihr die ganze Fraktion, das war Grund der Plakate-Aktion), um einen sofortigen Abzug aus Afghanistan zu rechtfertigen.
Die Hunderttausende von Zivilisten, die von der Arbeit der UNO/Bundeswehr profitieren und für die ein Abzug schreckliche Folgen hätte, bleiben unerwähnt.
Das ist vom Prinzip her so, als würde man bestimmte OPs gesetzlich verbieten, bei denen die Wahrscheinlichkeit zu sterben bei 1: 100000 liegt und dies damit begründen, dass man sich mit den Angehörigen des jemweils einen Opfers pro Hunderttausend unterhalten hätte.
Natürlich ist Krieg, Armut, Arbeitslosigkeit etc. schlimm. Aber die in höchstem Maße primitiven und populistischen Forderungen der Linken sind mit Sicherheit keine adäquate Antworten.
Jeder, der den Linken glaubt, macht es sich und seinem Gewissen sehr leich. Zu leicht.
Meine Meinung.
Gruß
asfoeld
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26.02.2010 14:25 Uhr
von shillen 
Beiträge: 2.548 (0,08 %)
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Mit der Aussage "Deutschland ist an einem Krieg gegen die einfache Bevölkerung in Afghanistan beteiligt" hat Christine Buchholz zweifelsohne Recht.
Die Aussage (Zitat)
"Die Linke verstoße damit gegen eine Vereinbarung aller Fraktionen, wonach Demonstrationen im Plenarsaal mit der Ordnung des Hauses unvereinbar seien."
hat aber ebenso bestand, somit haben sie in diesem Fall gegen die Hausordnung verstossen.
Sowas weiß man vorher. Auch wenn die die Bemerkungen der Linken inhaltlich für absolut richtig erachte. Aber hier ging es eben nicht um den Inhalt.
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26.02.2010 14:55 Uhr
von asfoeld 
Beiträge: 97 (0,00 %)
Themensteller
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Nö, entsorgt wird niemand. Solange man sich an die Regeln hält... ;-)
Aber platt vorgetragene Plattitüden zu hinterfragen und zu kritisieren wird ja noch erlaubt sein.
Man sollte diese "Party" mit Argumenten bekämpfen. Das ist nicht leicht, da es mit der politischen Bildung in GER in der Tat nicht (mehr) weit her ist. Man glaubt lieber einfachen Argumenten, die sich gut anhören, anstatt sich wirklich mit einer Materie auseinander zu setzen. Diese "Politikverdrossenheit" spielt den Linken in die Hände.
Nichtsdestoweniger werde ich es auch in Zukunft nicht unterlassen, mich mit deren (potentiellen) Wählern zu streiten und ihnen den Unfug, den diese Partei in meinen Augen verzapft, unter die Nase zu reiben... ;-)
Gruß
asfoeld |
26.02.2010 15:31 Uhr
von ncay 
Beiträge: 1.952 (1,06 %)
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die politikverdrossenheit spielt den rechten viel mehr in die hände.
man mag ja geteilter meinung sein über die vergangenheit der linken. ihre position in sachen afghanistan-krieg ist genau die richtige. und die plakate-aktion war natürlich geplant! ihr glaubt doch nicht, dass denen die hausordnung des bundestages nicht bewusst ist.
nebenbei: viele politikstudenten wählen links.
greetz |
26.02.2010 15:54 Uhr
von reling 
Beiträge: 11.277 (0,78 %)
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Ich finde es gut, mal etwas Menschlichkeit im Parlament zu zeigen.
Zudem -übertreibt mal nicht. => http://www.tagesschau.de/inland/afghanistanbundestag100.html Zitat:
Lammert hob den Ausschluss aber wenig später wieder auf, damit die Abgeordneten mit über das veränderte Afghanistan-Mandat der Bundeswehr abstimmen können ...
Es habe sich um einen Akt des Gedenkens gehandelt, sagte Fraktionssprecher Hendrik Thalheim.
Der Gedanke liegt zumindest nahe, dass CDU-Mann Lammert nur mal etwas den Macker machen wollte.
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26.02.2010 16:27 Uhr
von netter-bayer 
Beiträge: 4.395 (0,97 %)
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wer zu deppert is sich an die regeln im bundestages wie z.b. keine plakate und der gleichen.
gehört einfach das mandat entzogen. ich meine, für was war das den gut? die haben minderwertigkeitskomplexe, und wollten durch den "skandal" wohl wieder wichtig tun...
gruß
-bayer |
26.02.2010 16:53 Uhr
von asfoeld 
Beiträge: 97 (0,00 %)
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Ich hab mit keinem Wort die Vergangenheit der Partei erwähnt oder verurteilt. Die alte Leier mit SED-Nachfolge blablabla, die von Konservativen immer vorgetragen wird, halte ich auch für unangebracht und populistisch.
Aber auch wenn die Geschichte weglässt gibt es weiß Gott genügend Argumete, die gegen diese Partei sprechen, in meinen Augen auch die verantwortungslose Haltung bzgl. Afghanistan.
Ja, es stimmt, viele Politikstudenten wählen links. Das liegt aber daran, dass sie es nicht besser wissen. Sie lernen im Studium zwar bis ins Detail wie unsere parlamentarische Demokratie funktioniert, wer wen wählt und ernennt, aber nicht, welche politischen Entscheidungen (v.a. was Wirtschaftspolitik betrifft) ein Land und dessen Bevölkerung weiter bringen.
Der Chefmechaniker eines Formel1-Autos kennt jedes Teil des Autos, seine Funktion, seine Position im Auto und wie es montiert wird. Aber das allein nützt ihm im Rennen relativ wenig. Hier braucht er einen Fahrer, der zwar u.U. weniger Ahnung vom Innenleben des Boliden hat, es mit seinem Geschick aber schafft, schnelle Runden hinzulegen.
Hab selbst nen Bekannten, der zuerst Poltikwissenschaften studiert hat und daraufhin sofort den Jusos beigetreten ist. Nachdem er Politik erfolgreich abgeschlossen hatte, begann er mit einem Zweitstudium in VWL. Jetzt ist er bei den Julis. Kein Witz.
Gruß
asfoeld |
26.02.2010 17:43 Uhr
von dnispari 
Beiträge: 228 (2,56 %)
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Hi,
wieso geht die BW Aufstockung so problemlos durch? Trick17: Erst von Aufstockung 2500 Mann reden -> Protestgeschrei.
Dann nur 850 zusätzlich schicken und das Dummvolk ist erleichert und hälts Maul.
Abgesehen, dass die ganze Afghanistan Aktion mehr schadet als nützt kostet sie auch Milliarden. Und das alles damit "Deutschland verteidigt wird" - so ein Qutsch. Seit die BW dort ist, ging der Ärger erst los...
Gruß |
26.02.2010 18:05 Uhr
von reling 
Beiträge: 11.277 (0,78 %)
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Aber wie du siehst, gibt es Leute, denen das Verbreiten von Stammtischparolen wichtiger ist als eine Betrachtung de sachlichen Hintergrundes.
Traurig. |
26.02.2010 19:06 Uhr
von netter-bayer 
Beiträge: 4.395 (0,97 %)
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und was ist wenn die bw raus geht?
-> taliban zurück
-> die bisherigen erfolge zu nichte
-> wieder terror gebiet
also bringts au nix.
lieber schnell durch ziehen als das wegen mangelbesetzung noch mehr soldaten fallen.
gruß
-bayer |
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