| Hinweis: Dies ist die alte Community-Version von piranho. Die neue findest du unter www2.piranho.de. |
|

|
|
 |


|
Autor
|
| Beiträge |
 |
|
25.02.2010 08:20 Uhr
von friedie 
Beiträge: 3.882 (0,21 %)
Themensteller
 |
Anti-Piraterie-Abkommen: Provider sollen haften
Zitat:
Hinter verschlossenen Türen verhandeln Regierungsvertreter der USA, der Europäischen Union, Japans und weiterer Nationen über das Anti-Piraterie-Abkommen „ACTA“ (Anti-Counterfeiting Trade Agreement). Neben Mitteln gegen Produktpiraterie im Allgemeinen suchen die Akteure auch nach Wegen, Urheberrechtsverstöße im Internet zu ahnden.
An sich notewendig aber:
dabei sollen zum einen Methoden wie in Frankreich eingeführt werden, was das Menschenrecht der freien Informationsbeschaffung stark beeinträchtigen würde, zumal ja oft mehrere Personen einen Anschluss nutzen (ganz abgesehen davon bringt das nischt, dann nutzt man halt das WLAN vom Nachbarn mit)
Zitat:
Die Verhandlungen um ACTA finden seit rund zwei Jahren statt – intransparent in Hinterzimmern. Und während beispielsweise US-Unternehmen nach Unterzeichnung eines NDA Einsicht erhalten, werden deutsche Politiker außerhalb der Regierung und NGOs außen vor gelassen.
Das finde ich persoenlich als das Interessanteste... Nun gibt es also bereits tendenzen das die USA über innenpolitische Fragen anderer Länder einfluss nimmt... wer sind die eigentlich.
Was meint ihr dazu? Es ist natürlich UNBESTRITTEN, das gegen Prdouktpiraterie (im weitestens sinne also auch Software usw) vorgegangen werden muss.
Aber ist es der richtige Weg so zu handeln?
Was meint ihr zum Verhalten bzw den Privilegien der USA?
Quelle:
http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2010/februar/anti-piraterie-abkommen_provider/ |
25.02.2010 08:38 Uhr
von quasimodo52 
Beiträge: 3.116 (1,39 %)
 |
Es wird auf jeden Fall Zeit, dass man klarmacht, dass das Netz eben KEIN rechtsfreier Raum ist, nur sollte man sich genau überlegen, welche Mittel man dazu nutzt!
Q52 |
25.02.2010 08:47 Uhr
von usmarvelcomics 
Beiträge: 4.811 (0,17 %)
 |
Hy,
das ist doch absoluter Quatsch! Warum sollte ein Internet-Provider für die Taten seines Kunden haften? Haftet etwa eine Autoleasinggesellschaft dafür wenn der Fahrzeugmieter wissentlich jemand mit dem Fahrzeug umbringt?
Gruß |
25.02.2010 10:43 Uhr
von hummer04 
Beiträge: 1.216 (1,46 %)
 |
Das ist vollkommener Quatsch. Und gergelt wird damit gar nichts. Das eigentliche Problem, überteuerte Produkte, die Weit über ihrem Wert verkauft werden und ihren Kosten sind die Hauptursache für Raubkopien. Wenn der Kunde Software zu angemessenen Preisen kaufen kann wird es automatischweniger Raubkopien geben. Gleiches gilt für Musik. Itunes ist erstmals in die richtige Richtung gegangen, jedoch zu den Preisen ist das gratis angebot schlichtweg besser.
Dazu kommt, dass große Musikindustrien sich Gerichtsprozesse aufkaufen, die sie eigentlich verlieren müssten, wenn das Gesetz regieren würde.
Grob gesagt, ich sehe den Bedarf einer Regelung, aber auf keinenfall darf die Industrie irgendwelche Rechte zugesprochen bekommen, die sie sich nun schon durch offen gekauffte Gerichte zulegen.
Ich denke, dass diese Angehensweise vollkommen neben der Spur ist, und z.B. das Europaparlament sich ne Freude daraus machen wird den Vorschlag wie bereits im Fall Frankreich abzuschießen...
Der Rechtsstaat geht über die Interessen einiger Konzerne meiner Ansicht nach...
< Beitrag editiert am 25.02.2010 um 15:39 Uhr > |
25.02.2010 12:24 Uhr
von friedie 
Beiträge: 3.882 (0,21 %)
Themensteller
 |
was hummer sagt in seinem letzten Satz ist der Punkt.
Die interessen der Konzerne dürfen nicht über den Interessen der Rechtsstaatlichkeit stehen bzw diese Regulieren, aber genau das passiert hier gerade...
@Q52:
Ohne frage muessen wege geschaffen werden dieses Problem einzudemmen... aber bist du wirklich der Meinung das das der richtige Weg ist? Dann tuts mir leid... das ist wie der Satz "Ich habe doch nichts zu verbergen"
Ich würde sagen, wir hängen bei dir ne Kameras in der Bude auf und machen ne Lifeschaltung auf piranho...
Der Punkt ist, das es ein trugschluss ist, das jede Raubkopie eine verlorene Lizens ist und aus diesem grund sind derartige Maßnahmen absoluter Quatsch...
Solange wie ein Spiel welches ich in 6h durchgespielt hätte und es gleichzeitig Bugverseucht ist werde ich es nicht kaufen und den Vorgänger spielen solange bis es mit patches im Regal der LowBudget Titel für 10€ steht
Solange wie n Musikalbum 15€ kostet höre ich Onlineradio.
Ganz einfach ist das
Was aber viel Schlimmer ist, das sich die USA in dieser Diskussion über alle anderen stellt... Sinn die etwa mehr wert? zählt deren Meinung mehr als die Europäischer oder Asiatischer Staaten? |
25.02.2010 15:49 Uhr
von hummer04 
Beiträge: 1.216 (1,46 %)
 |
Es ist einerseits recht einfach zu erklären, wieso gerade die USA hier eine Vormachtrolle einnehmen wollen. Die USA haben die weltweit bedeutenste Software und Musikindustrie und ind demnach stark an einer Regelung interessiert. in der Tat könnten die USA auf diesem Wege sehr viel Geld von aussen einnehmen, das ihnen bisher "entzogen" wird.
Persönlich denke ich aber, dass die Regelung eher in Richtung einer Kulturflatrate geht oder die Preise deutlich gesenkt werden müssen. Ein Deal, der in die Richtung geht wird die "internetkriminalität" deutlich senken ohne dabei die Menschenrechte mit Füßen zu treten.
Andere Systeme führen eh nur zur Weiterentwickelung von Torrent Netzwerken usw, die heutzutage bereits eine beeindruckende anonymität und unabhängigkeit bieten von festen Standorten.
Die Piratenpartei wird sich sicherlich über die zusätzlichen Stimmen freuen bei den nächsten Wahlen... |
25.02.2010 16:00 Uhr
von Benutzer gelöscht
|
Zitat:
Um dies zu ermöglichen, wären die Provider dazu gezwungen, auch detaillierte Verbindungsdaten ihrer Kunden dauerhaft zu speichern. Das wiederum wird Datenschützer und Gesetzeshüter auf den Plan rufen, schließlich ist schon die Vorratsdatenspeicherung kontrovers diskutiert und mit Verfassungsbeschwerden bekämpft worden – bislang allerdings ohne konkreten Erfolg.
Aus dem verlinkten Beitrag.
Da gab es hier in Deutschland von den Providern schon ein Aufschrei, dass es nicht möglich wäre, der Vorratsdatenspeicherung nach zu kommen, weil das einfach zu viele Datenmengen sind. Nun sollen die das ganze auch noch für ewig und 3 Tage speichern?
Wer darf diesen Humbug am Ende wieder bezahlen?
Natürlich wir, weil es schlichtweg auf unseren jeweiligen Paket mit aufgeschlagen wird und dann?
Faktisch ist es so, ich kaufe seit in Kraft treten der neuen Gesetze zum Urhebrrecht, nur noch sehr sehr sehr selten CD´s/Spiele/DVD´s und das nur, weil ich nicht gerne die Katze im Sack kaufe. Zwar könnte ich immer auf gut Glück irgendetwas kaufen, aber das ist für mich dann rausgeschmissenes Geld und daher höre ich auch nur noch Onlineradio und/oder die Musik die ich hier habe und mehr nicht. Spiele kaufe ich auch nur noch, wenn ich es vorher bei jemand anderen gesehen habe und es im Low-Budget-Markt liegt und bei DVD´s mache ich es ebenso.
Welchen Nutzen hat also die Industrie von dem ganzen Mist?
Rein gar nichts, denn so denke ich nicht nur alleine, sondern auch ca 80% aus meinem Freundeskreis. |
25.02.2010 17:40 Uhr
von friedie 
Beiträge: 3.882 (0,21 %)
Themensteller
 |
ist bei mir genauso... und durch das einführen teuerster Schutzmechanismen büßen sie noch mehr geld ein als vorher
In meinem Frenudes und Bekanntenkreis sieht das genauso aus... |
25.02.2010 18:06 Uhr
von shillen 
Beiträge: 2.548 (0,08 %)
 |
Zitat:
friedie schrieb: ...dabei sollen zum einen Methoden wie in Frankreich eingeführt werden, was das Menschenrecht der freien Informationsbeschaffung stark beeinträchtigen würde, zumal ja oft mehrere Personen einen Anschluss nutzen...
Ich bin mittlerweile der Meinung dass der Großteil des Volkes diese Rechte nicht mal vierdient hat, wenn es diese so mit Füßen tritt bzw. treten lässt. Ergo passiert das, was passieren muss: Dem Michel werden die Rechte sukzessive wieder entzogen.
Der Mensch hat seine Freiheit zur Selbstentscheidung einfach nicht verdient.
Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln.
Zitat:
weseti schrieb: ...Faktisch ist es so, ich kaufe seit in Kraft treten der neuen Gesetze zum Urhebrrecht, nur noch sehr sehr sehr selten CD´s/Spiele/DVD´s und das nur, weil ich nicht gerne die Katze im Sack kaufe...
Du triffst den Nagel auf den Kopf. Früher konnte man die Songs vorhören (und zwar in ganzer Länge). In Sachen Musik bin ich aber eher konservativ, d.h. ich habe gerne ein Stück Plastik in der Hand mit einem CD-Booklet. Vorgehörte und für gut befundene Sachen habe ich mir stets nach dem Probehören als CD gekauft.
Im letzten Jahr waren es nur noch zwei, dieses Jahr noch keine. Tendenz rückläufig.
< Beitrag editiert am 25.02.2010 um 18:36 Uhr > |
25.02.2010 23:33 Uhr
von meeresblitz 
Beiträge: 1.304 (0,00 %)
 |
Zitat:
friedie schrieb: Was meint ihr dazu? Es ist natürlich UNBESTRITTEN, das gegen Prdouktpiraterie (im weitestens sinne also auch Software usw) vorgegangen werden muss.
Ich bestreite das. Es ist eine Anmutung Deine eigene Meinung zur Einzigen überhaupt zu deklarieren. Daran ändert es auch nichts, dass die elendigen Ja-Sager-Papageien dieser ganzen Propaganda und Versklavung (nichts anderes ist das) zugehören.
Du solltest darüber nachdenken was Daten wirklich sind und aus welchem Grund die digitale Datentechnik eigentlich entwickelt wurde. Wäre da nicht ein großer Punkt die kostenarme Verfielfachung von Daten?
Die grundlegende Frage ist diese, ob ein Mensch (mittlerweile Bürger genannt) mit der Gesamtsituation zufrieden ist. Nicht jeder möchte am Konsum teilnehmen. Und nicht jeder ist Du.
Ich sehe Menschen die sich freuen in ihrer Wohnung zu sitzen, Heimkinoanlage und Designerküche bestaunen und sich Nachts in den Schlaf weinen weil sie eigentlich gar nicht mehr aufstehen möchten - nicht mehr dem Konsum verfallen, ausbrechen. Kein Zwang mehr zu verspüren Geld zu verdienen.
An sich ist Geld nicht real. Ursprünglich ein Mittel zum Zweck ist es zum Selbstzweck geworden. Statt Geld zu haben um sich Essen zu kaufen, wird heute alles und jeder in Geldeinheiten bewertet. Ein guter gesellschaftlicher Status setzt Reichtum voraus - zumindest immer ein kleines bischen reicher sein als die anderen.
Werte wie Weisheit, Erfahrung oder auch gemeinsame Interessen wie Kultur und Wissen werden mit Füßen getreten. Anstatt barmherzig zu agieren und seine Arbeiten entgeltlos an andere Menschen zu verschenken - und sei es nur ein kurzes Musikstück - wird aus allem kapital geschlagen. Das nennt man Kapitalismus.
Daher frage ich dich in einer anderen Tonart:
Welchen Sinn erkennst du dahinter gegen 'Produktpiraterie' vorzugehen? Geld haben diese Hersteller genug. Fürchtest du um die Arbeitsplätze? Diese wohlbegabten Damen und Herren können jederzeit andere Wege begehen. Die Vergangenheit zeigt uns ganz klar auf, dass zuerst die Angestellten gehen müssen bevor das Produkt nicht mehr existiert. Letztlich verrottet dieses Produkt durch diesen Stellenabbau. Wird aber der Konzern dafür gerade stehen? Dieser, welcher ohnehin auf maximalen Gewinn konzentriert ist?
Was ist Geld für dich? Hat es so einen hohen Stellenwert, dass du dafür deine eigene Freiheit mit Füßen trittst? Verblendet es dich mittlerweile dermaßen, dass du keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst? Entwickelst du innerlich bereits Heulkrämpfe und Panikattacken, weil du dich selbst so betrügst? |
|
|
- Obige Beiträge stellen keine Äußerung oder Meinung von piranho network dar -
|
|