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Autor
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26.02.2010 08:30 Uhr
von usmarvelcomics 
Beiträge: 4.811 (0,17 %)
Themensteller
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Unmoralisch, illegal und ungerecht - 93 Lehrer gefeuert
Hy,
die US Schulbehörde feuerte alle Lehrkräfte nebst Rektorium der High School in Central Falls mit der Begründung die Lehrer seien Unwillen sich stärker zu engagieren!
48 Prozent der Schüler schaffen keinen Abschluss und nur 55 Prozent können lesen!
Quelle: http://tinyurl.com/yba7cme
Ist diese Vorgehensweise der Schulbehörde unmoralisch, illegal und ungerecht?
Gruß |
26.02.2010 09:29 Uhr
von friedie 
Beiträge: 3.882 (0,21 %)
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warum muss das gleich ungerecht sein?
Wir wissen ja jetzt gerade nicht,was die Hintergruende sind, ob beispielsweise jede Entlassung geprüft wurde o.ä.
Fakt ist das es zwar Regionale Unterschiede in den Leistungen an Schulen gibt, aber ein derart schlechtes Ergebnis hat seine Ursachen AUCH bei den Lehrkräften (ich sage nicht nur)
Wie gesagt um sich dazu ein Urteil zu erlauben muesste man die Hintergründe geneuer kennen. (Was ist das für ne Schule, soziales Milieu und so weiter) |
26.02.2010 10:38 Uhr
von tech-m-down 
Beiträge: 4.899 (0,37 %)
Moderator
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Aus meiner Schulzeit weiß ich, es gab Lehrer, die sich nicht für ihre Schüler einsetzten. Weder kannten sie die Namen aller ihrer Schüler, noch war die Notengebung gerecht und der Lehrplan hatte keinen roten Faden.
Viele meiner Mitschüler und ich wären froh gewesen, wenn der ein oder andere Lehrer entlassen worden wäre. Versetzung nützt ja nur bedingt etwas: dann haben andere diesen Lehrer und leiden unter dem schlechten Unterricht.
Keine Frage, daß es sehr gute, engagierte Lehrer gibt, die sich um besondere Förderung der guten Schüler kümmert, als auch die Nachzügler beachtet.
Bestimmt gibt es an der betroffenen Schule in Rhode Island, ein kleiner US-Bundesstaat an der Atlantikküste, solche und solche Lehrer. Und natürlich das Mittelmaß.
Wir wissen allerdings nicht, ob der Rauswurf aller Lehrer tatsächlich so pauschal ist, wie er scheint. Vielleicht wurden der Rauswurf sämtlicher Lehrer für jeden einzelnen geprüft und das Ergebnis war das bekannte: alle haben versagt. Dann wäre es konsequent und ein richtiges Ergebnis.
Eine provokante Frage mit Augenzwinkern: demonstrieren die schlechten Schüler deswegen, weil sie unter den aktuellen Lehrern einen faulen Lenz das ganze Jahr über hatten und dieses scheinbare Privileg nicht verlieren möchten?
tech-m |
26.02.2010 12:33 Uhr
von shillen 
Beiträge: 2.548 (0,08 %)
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Zitat:
usmarvelcomics schrieb: ...Ist diese Vorgehensweise der Schulbehörde unmoralisch, illegal und ungerecht?...
Wie soll man das von hier beurteilen. Erstens sind die Möglichkeiten von Lehrern heute derartig begrenzt unwillige Schüler zum Lernen zu bewegen, zweitens müssen auch Lehrer mal einsehen dass ihre Arbeitszeit nicht zeitgleich mit der der Schüler endet. Weiterqualifikationen sind da schon ungeschriebene Voraussetzung wenn man ein "guter" Lehrer sein will. Das gilt besonders für Fächer in denen die Entwicklung rasant vorwärts geht, wie z.B. in Politik, Informatik, etc...
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26.02.2010 13:25 Uhr
von hummer04 
Beiträge: 1.216 (1,46 %)
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Erstens haben wir hier viel zu wenig Informationen um selbst ein "gerechtes" Urteil fällen zu können. Folglich können wir nur auf Grund von Prinzipien argumentieren.
Da ich bei uns im Lande sehe, wie weit man in einer Grundschule gehen kann finde ich die Möglichkeit Lehrer zu entlassen dann doch willkommenswert. Ich mein, ein Lehrer kann bei mir im lande über 8000 Euro monatlih brutto verdienen (am sogenannten Karriereende) und dafür ist die erbrachte Leistung definitif zu wenig. Klar gibt es Lehrer mit Engagement, jedoch viel zu viele spulen nur ihr über Jahre hinweg eingeübtes Routineprogramm ab und korrigieren arbeiten mit subjektiven Kriterien. Da bei uns die Schüler bereits in der Primärschule 2 Fremdsprachen lernen ist das Problem umso angespannter. Besonders in den Sprachen gehen Verbesserungen zwischen Leherern sehr weit auseinander, genauso wie die Durcnittskompetenz der Schüler sehr stark vom Engagement des Lehrers abhängig ist.
Fortbildung ist hier auch nur bedingt eine Lösung. In Luxemburg versucht man nun das Problem zu beheben indem man mehr Lehrkräfte im soziologischen Bereich engagiert, die den reinen Lehreren zur Seite stehen sollen.
Mal davon abgesehen, dass dies wiederrum eine beeindruckende Stange Geld kostet, ist der Erfolg fraglich. Eine richtige Qualitätskontrolle der Lehrer gibt es immernoch nicht. In dem Sinne finde ich den Schritt in den USA als fortschrittlich. Schulische Bildung fängt im jungen Alter an und genau dort fehlt es an der Qualitätskontrolle wie es sie in Gymnasien teils gibt oder in Universitäten. Und genau hier in der Grundschule entscheidet sich bereits für viele, ob eine schulische Karriere überhaupt in Frage kommt... |
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