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Autor
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07.03.2010 10:20 Uhr
von rickrossovich 
Beiträge: 3.564 (0,42 %)
Themensteller
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Band-Aid und Live-Aid-Millionen für den Kauf von Waffen verwendet
Das Pop-Projekt Band Aid und ein Benefizkonzert Live Aid spielten 1985 zugunsten notleidender Menschen in Äthiopien. Ein weltweiter Spendenaufruf brachte Millionen Dollar ein.
Wie jetzt bekannt wurde enthüllte die BBC, flossen mehrere Millionen Dollar an die damalige Befreiungsfront von Tigray (TPLF)und befreundeter Gruppen.
95 Prozent des Geldes davon wurden in den Kauf von Waffen und den Aufbau eines marxistischen Flügels in der Rebellenbewegung investiert.
Zitat:
Die BBC zitiert nun einen TPLF-Führer, der damals für die Rebellen als Zwischenhändler agierte und Getreide an die Hilfsorganisationen verkaufte. Er berichtete, dass die angeblichen Kornsäcke teilweise mit Sand gefüllt gewesen seien, zudem habe er das eingenommene Geld direkt an die TPLF-Führung weitergereicht.
CIA-Dokumenten: "Manche Gelder, die von den Aufständischen als Folge der weltweiten Öffentlichkeit für Hilfsoperationen akquiriert worden waren, sind mit großer Sicherheit für militärische Zwecke abgezweigt worden."
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,681906,00.html |
07.03.2010 23:42 Uhr
von reling 
Beiträge: 11.277 (0,78 %)
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Bitte den gesamten Artikel lesen.
Zitat:
CIA-Dokumente..., in denen es ebenfalls heißt: "Manche Gelder, die von den Aufständischen ... akquiriert worden waren, sind mit großer Sicherheit für militärische Zwecke abgezweigt worden."
Was bei Unterstützung in solchen Situationen nicht ungewöhnlich ist. Zudem kann in gewissen Fällen auch eine Waffe überlebenswichtig sein.
Zitat:
Bob Geldof...erzürnt ... "Wenn tatsächlich so viel Geld abgezweigt worden wäre, wären damals mehr als eine Million Menschen gestorben. Schon möglich, dass in einem der längsten Konflikte Afrikas damals auch Gelder anders verwendet wurden. Aber in dieser Größenordnung - kompletter Unsinn."
Dass die Realität nicht aus Friedenstäubchen und wolleweichen Wattebäuschlein besteht, ist den Schreibern der Schlagzeilen offenbar unbekannt.
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08.03.2010 12:40 Uhr
von tech-m-down 
Beiträge: 4.899 (0,37 %)
Moderator
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Man vergisst angesichts des Artikels, in dem steht daß "95 Prozent des Geldes seien in den Kauf von Waffen und den Aufbau eines marxistischen Flügels in der Rebellenbewegung investiert worden.", das wichtigste: das Geld kam an!
Damals hatte ich noch nicht gelebt, sodaß mir das Ganze sowieso völlig unbekannt ist.
Nicht verwunderlich ist allerdings, "Rebellen", Aufständische, Milizen erhalten in dortigen Ländern ebenfalls ihren Anteil. Bestimmt ist ein Vergleich mit Schutzgeld und Wegzoll nicht unangebracht.
Daß dadurch militante Gruppen ebenfalls zu Geld, dadurch zu Waffen gelangen, ist klar. Je nach Lage kann dann ein Konflikt zwischen "Freiheitskämpfern" und staatlichen Streitkräften verschärft oder verlängert werden. Oftmals ist die Zivilbevölkerung das Opfer.
Alles hat seine Schattenseiten, niemals können alle Konsequenzen betrachtet werden. Im Vorfeld nicht, und nichtmal im Nachhinein, wenn man sowieso immer schlauer ist.
Die Fragen sollten doch lauten: wurde der Zweck der Hilfsaktion erreicht? Wenn ja, mit welchen Nebenwirkungen? Standen gewollter Nutzen und unerwünschter Nutzen in einem angemessenem Verhältnis?
tech-m |
09.03.2010 18:08 Uhr
von rogerfrieden 
Beiträge: 9.783 (0,41 %)
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Naja also wenn tatsächlich 95 % der Gelder in Waffen geflossen sind ist das schon ziehmlich übel. Aber in so eine unstabile Gegend Geld zu senden ist halt auch sehr Fragwürdig. Auch jetz noch werden Lebensmittel der Uno von Rebellen beschlagnahmt und gegen Geld verkauft, was natürlich nicht der Sinn der Sache ist.
Auch Wegzölle soll es geben, wenn die UN Lebensmittel ins Landesinnere liefern will.
Das Elend am Horn von Afrika ist leider fast grenzenlos. |
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